"Kurze Wege sind ein großer Vorteil"

12.11.2019

Jeannette Schmidt, seit Oktober 2019 Leiterin unserer Jugend-Wohngruppen, stellt sich vor. Und sie erklärt, was an der neuen dritten Wohngruppe besonders ist.


Jeannette Schmidt, Leiterin der Jugend-Wohngruppen.

Frau Schmidt, seit Mitte Oktober 2019 haben Sie die Leitung der Jugendwohngruppen der RPK übernommen. Wie kamen Sie auf diese Arbeit?

Jeannette Schmidt: Ich bin seit fast 30 Jahren in der Jugendhilfe, habe unter anderem in einem Kinderdorf in Bayern und mit Geflüchteten gearbeitet. Jetzt begeistert mich die Herangehensweise bei der RPK: Mir gefällt das umfassende Angebot, das die Jugendlichen auffängt und sehr intensiv begleitet. Zudem schätze ich den vertrauensvollen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen und den Jugendlichen. Hier bin ich als Leiterin mitten im Geschehen.

Was ist aus Ihrer Erfahrung das Besondere an den Jugendwohngruppen der RPK?

Die kurzen Wege zur medizinischen Versorgung und zur Arbeitstherapie sind ein großer Vorteil. Das SRH Klinikum mit der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie und das Berufliche Bildungs- und Rehazentrum sind in direkter Nachbarschaft. Dadurch können wir schnell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen. Und wir können den weiteren Weg vorbereiten, zum Beispiel über Hospitationen in der Arbeitstherapie.

Welche Aufgaben gehen Sie mit dem Team als Nächstes an?

Wir entwickeln gerade das Konzept für unsere dritte Wohngruppe. Sie ist für Jugendliche gedacht, die nicht auf die intensive Betreuung in unseren zwei anderen Wohngruppen angewiesen sind, aber noch Unterstützung benötigen, um sich ein selbstständiges Leben aufzubauen. Das heißt, Hilfe bei der Tagesstruktur, bei den Aufgaben in der Schule oder zum Start einer Ausbildung. Wenn Teilnehmer aus den Intensivgruppen soweit sind, dass sie selbstständiger zurechtkommen, können sie auch in diese Gruppe wechseln.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Team?

Es ist toll, was für ein breites Wissen hier vertreten ist, von der Pädagogik über die Psychologie, die Ergotherapie bis hin zu unserer Ex-In-Genesungsbegleiterin, die als Betroffene ihre Erfahrung einbringt. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und freue mich auf die Zusammenarbeit!