Raus aus der Depression

04.10.2012

Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen kosten die Wirtschaft immer mehr Fachkräfte, darunter junge Leute. Zum Welttag der seelischen Gesundheit zeigen Experten Auswege.


Matthias Brückner (Name geändert) ist jung, motiviert und liebt seine Ausbildung zum Industriekaufmann; der Idealfall für jeden Arbeitgeber. Doch eine Depression zwang Brückner, abzubrechen. Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen kosten die Wirtschaft jedes Jahr rund 26 Milliarden Euro, die Betroffenen selbst wissen oft keinen Ausweg. Berufliche Trainings geben ihnen wieder Selbstvertrauen und eine Perspektive.

Über Möglichkeiten, nach einer psychischen Erkrankung wieder Fuß zu fassen, informiert am 10. Oktober eine Expertenrunde am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach. Zum Welttag der seelischen Gesundheit kommen unter anderem Ärzte, Arbeitgeber, Reha-Berater und Betroffene zu Wort. Auch Matthias Brückner erzählt seine Geschichte.

Am Anfang dachte der 20-Jährige an eine Magenverstimmung. Regelmäßig war ihm morgens schlecht, doch die Ärzte fanden nichts. Die Diagnose Depression war für Brückner ein Schock: „Ich wollte keiner sein, der spinnt. Gegen jede andere Krankheit gibt es ein Mittel, aber ich war nach der Klinik immer noch nicht belastbar genug für die Ausbildung.“

Ärzte empfahlen Brückner ein Training in der Rehabilitationseinrichtung für Psychisch Kranke (RPK) der SRH in Karlsbad. Das Unternehmen unterstützt Betroffene seit drei Jahren dabei, wieder in den Beruf einzusteigen. „Durch medizinische Therapien, Gespräche und ein persönlich abgestuftes Arbeitstraining entwickeln sie wieder Vertrauen in ihre Ressourcen, steigern ihre Leistungsfähigkeit und können ein geeignetes Berufsfeld finden“, sagt Dr. Regine Müllensiefen, Ärztliche Leiterin der RPK.

Die Kosten für diese Trainings übernimmt in der Regel die Arbeitsagentur oder die Deutsche Rentenversicherung. Mehr Informationen bei der Podiumsdiskussion

„Von der psychischen Krise in die Arbeit“, 10. Oktober 2012, 17 Uhr

Hörsaal am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach,
Guttmannstraße 1, 76307 Karlsbad

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